• Martin Schroer I D20sounds

5 Tipps wie ihr Musik beim Rollenspiel einsetzen könnt


Heute gibt es 5 schnelle Tipps wie ihr mit wenig Aufwand Musik bei euren Rollenspielen gut einsetzen könnt.

  1. Keep it simple

Perfektionismus ist eine feine Sache, aber oft reichen auch ganz einfache Mittel. Überlegt kurz was ihr wirklich braucht. Meistens sind das nur 3-4 Musikstücke.

  1. Friedlich: Ein Stück was entspannend ist, denn niemandem nützt es wenn alle die ganze Zeit unter Stress stehen. Ein Aufenthalt in einem kleinen pittoresken Dorf braucht keine martialische Musik, sondern etwas leichtes einfaches. Auch beim gemütlichen, sicheren Campen wird eher eine Stimmung die Lagerfeuerromantik widerspiegelt benötigt. Entspannung ist wichtig, weil eure Spieler dann umso mehr den Gegensatz zu spannend fühlen.

  2. Spannend: Bei drohender Gefahr oder Ungewissheit oder ähnlichen Themen braucht ihr eine unaufdringliche Musik, die mit leichten Dissonanzen arbeitet. Irgendwas ist im Argen und die Spieler sollen das ruhig merken. Stellt euch mal einen Thriller vor ohne Musik - ihr wisst jetzt sicher schon was ich meine.

  3. Battle: Sobald die Initiative gewürfelt wird sollte die Musik das Adrenalin in Wallung bringen. Bedrohliche, wuchtige Musik. Denkt zum Beispiel an die „Schlacht der fünf Heere“ aus dem Hobbit. Da kündigen die Blechbläser (klingt nach Fanfare) die Ankunft der Orks an. Oder die typischen Kriegstrommeln beim Film „The Great Wall“ sind auch typisch. Jetzt gibt es direkte Gefahr (anstelle von indirekter Gefahr bei Punkt 2).

Natürlich gibt es auch noch andere Emotionen die Musik gut rüberbringen kann z.B. Einsamkeit oder Trauer. Aber die drei Arten von Musik die ich oben erwähnt habe sind die, die meiner Meinung nach am häufigsten vorkommen. Ihr könnt vorher ja mal überlegen was in eurem Modul so dran ist.

2) Nicht zu aufdringlich

Musik die zu sehr in den Vordergrund rückt macht oft die Kommunikation schwerer - gerade beim online spielen. Setzt aufdringliche Musik nur ein wenn sie dominant sein soll.

3) Spielt mit den Emotionen der Spieler

Die nächste Stufe ist es wenn ihr Musik bewusster einsetzt. Dies könnt ihr tun indem ihr die Musik vorher so auswählt, dass sie unterschwellig schon etwas ankündigt. Ein Beispiel: Die Charaktere sind auf einem Fest eingeladen. Es läuft die passende festliche Musik, alles ist gut und die Stimmung ist freundlich. Die Charaktere unterhalten sich mit den anderen Gästen und ihr ändert die Musik auf mysteriös oder spannend. Es kündigt sich also etwas an, von dem die Spieler noch nicht wissen was es ist, aber sie wissen dass z.B. Gefahr droht. Dies kann helfen die Spieler mehr zu fokussieren auf ihren eigentlichen Plan (z.B. etwas herauszubekommen was mit ihrem Auftrag zu tun hat)

4) Technik ist nicht wichtig

Es ist unnötig viel technischen Aufwand zu betreiben. Meist reicht es aus die Musik über das Handy zu steuern und mit einer Bluetooth Box etwas fetter zu machen, da braucht es nicht viel. Online geht das meistens noch einfach da die meisten Systeme irgendwelche Onlineplayer haben, oft sogar schon mit Musik. Einfache Technik ist wichtig um selbst nicht zu viel Gedanken an die Musik zu verschwenden. Ihr müsst schliesslich ein Abenteuer leiten.

5) Lasst euch von Filmen inspirieren

Das mache ich beim Komponieren übrigens auch. Achtet beim nächsten Thriller mal auf die Musik, oder schaut noch mal den Herrn der Ringe“ mit besonderem Fokus auf genau dieses Thema.

So, dass war es schon für heute, wenn es Spaß gemacht habt kommt nächsten Freitag wieder vorbei wenn es einen neuen Beitrag hier gibt. Wenn euch meine Arbeit extrem gut gefällt und ihr sie unterstützen wollt geht dies bei Patreon oder ihr kauft mir einfach ein Eis (Beide Links auf www.d20sounds.com)


Noch eine Sache, wenn ihr diese Beiträge lieber hören wollt als lesen (oder beides), schreibt es mir doch bitte. Ich überlege gerade ob es dazu einen Podcast geben sollte. Was meint ihr?

Liebe Grüsse, Martin

So, dass war es schon für heute, wenn es Spaß gemacht habt gebt mir ein Like und drückt die Glocke. Ich freue mich auch immer über Kommentare von euch und kann auch mit (konstruktiver) Kritik gut umgehen - freue mich sogar darüber. Hat es euch geholfen? Wollt ihr mal sehen wie ich eine Musik schreibe, dann schreibt auch dies in die Kommentare.

Bis bald.

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