• Martin Schroer I D20sounds

Kreativ als Dungeon Master

Kreativ mit der Disney Methode


Meiner Meinung nach können wir alle kreativ sein - nicht nur Künstler. Gerade auch im Rollenspiel sind meiner Meinung nach sehr viele kreative Menschen unterwegs. Was Spieler und Spielleiter sich alles einfallen lassen um ein tolles Abenteuer zu erleben ist schon unfassbar.

Im letzten Blogartikel (weniger Stress als Dungeonmaster) habe ich ja schon darüber gesprochen wie es mit Stress aussieht. Genauso ist es auch hier, auch beim kreativ sein ist es wichtig in den Flow zu kommen und zwischen Unterforderung und Überforderung zu bleiben.

Eine weitere Methode, die euch beim Vorbereiten oder Planen von Kampagnen und Erschaffen von Welten hilft ist die Disney Methode.

Disney geht davon aus, dass es verschiedene Anteile von uns gibt die uns helfen zu einem guten Produkt zu kommen oder uns eben auch extrem hinderlich sein können.

Dies sind die vier auf die ich gleich eingehen werde.


  1. Träumer (Visionär, Ideenlieferant)

  2. Realist (Realist, Macher)

  3. Kritiker (Qualitäts-Manager, Fragensteller)

  4. Neutraler (Beobachter, Berater)


Fangen wir mit dem Träumer an. Der Träumer ist der Anteil in uns, der Ideen hat, dem immer wieder was Tolles einfällt und der ein bisschen verrückt ist. Am besten fängt er mit dem kreativen Prozess an.

Der Träger erzeugt Output und dies am besten ohne Regulation. D.h. Was der Träumer alles rausschmeisst an Ideen ist eine Menge und nicht alles ist gut. Am besten funktioniert er wenn die anderen drei (Realist, Kritiker und Neutraler) den Mund halten, denn greift einer von den anderen ein kann der kreative Quell in dir schnell versiegen.

Also lasst ihn erstmal machen, die anderen bekommen später noch Raum. Schreibt die Ideen auf und alles was euch dazu einfällt. Unzensiert! Der Träumer ist schnell beleidigt und dann klappt das mit den kreativen Ideen nicht mehr.

Als nächstes tritt der Realist auf den Plan. Er stellt so Fragen wie: Hab ich überhaupt Zeit dass alles zu tun (zum Beispiel eine neue Kampagne zu erstellen). Falls ja, ist er hilfreich dabei Zeitpläne zu erstellen und Unterstützung zu besorgen. Der Realist hat einen guten Blick auf das was funktionieren kann und ist somit sehr hilfreich wenn es darum geht etwas umzusetzen.

Der Kritiker folgt als nächstes. Er ist dafür zuständig die Spreu vom Weizen zu trennen, also die guten Ideen von den schlechten. Er sollte auf keinen Fall dabei sein wenn der Kreative am Start ist, da sonst dessen Arbeit nicht funktioniert. Zum Sortieren von Ideen - sozusagen als innerer Qualitätsmanager ist er allerdings toll. Er stellt auch Fragen, die dem Träumer zu weiteren Ideen verhelfen. Die Frage sollte dabei nicht nur lauten, „Ist das eine gute oder eine schlechte Idee?“, sondern auch: „Wie kann ich aus dieser mittelmässigen Idee eine gute machen?“.

Zum Schluss kommt der Neutrale er versucht mit eine anderen Blick an die Sache zu gehen, indem er sich in Kunden hineinversetzt (also zum Beispiel eure Spieler) und überlegt ob denen die Idee gefallen könnte. Manchmal ist selbst die beste Idee nicht die richtige für eine bestimmte Zielgruppe. D.h. Wenn der Träumer ein wunderbares Rätseldungeon erstellt hat, ist der Neutrale in der Lage festzustellen ob dass den Spielern vom Clan „Hack und Slash“ eine Freude macht oder ob dieses Abenteuer vielleicht eher für Donnerstagsrunde mit den Mädels vom „Denkerstamm“ geeignet wäre.

Es wird gemunkelt, dass Disney für jeden dieser vier Personen einen eigenen Raum hatte, ob das stimmt weiß ich nicht, vielleicht waren es auch nur gedankliche Räume. Auf jeden Fall soll er die verschiedenen Rollen immer getrennt haben und das kenne ich auch von anderen erfolgreichen Kreativen.

Manchmal klappt es auch wenn diese vier Anteile tatsächlich Personen sind, wenn man z.B. einen Freund fragt was er von der Idee hält (Kritiker) und einen anderen Freund wie er sie findet (Neutraler).

Mir selbst gelingt es auch nicht immer alle zu trennen, was ich aber inzwischen gut schaffe ist meinen kreativen Prozess nicht von einem oder anderen Anteile ausbremsen zu lassen.

Allgemein:

Wie lasst ihr euch inspirieren? Ich denke oft in Bildern. Deswegen suche ich mir oft Bilder, die mir beim Komponieren „Gesellschaft leisten“.

Das können Fotos, Gemälde oder Zeichnungen sein.

damit vermeide ich es vor einem „leeren Blatt“ zu sitzen. Was ja sozusagen die Sorge von vielen ist. Ein Anreiz schaffen hilft mir sehr dabei mich auf etwas zu fokussieren. Früher als ich noch Musicals geschrieben habe war es ganz einfach. Die Szene war klar, der Text stand zum Teil auch schon, es fehlte nur noch ein kleines Puzzlestück - die Musik. Meistens habe ich dann kurz nach einem Tempo gesucht und mir ist sofort etwas eingefallen. Wie geht es bei euch? Seid ihr auch optische Menschen? Oder stimulieren euch Geräusche oder Berührungen. Das ist eigentlich egal, ich selbst bin wie gesagt visuell veranlagt und mache trotzdem Musik. Eine gute Freundin von mir ist auch Musikerin und in ihren Texten geht es viel um das fühlen. (Wahrscheinlich ein kinestetischer Typ)Wenn ihr den Punkt findet der euch antreibt wird es ganz einfach.

Alles ist besser als ein leeres Blatt. Wichtig ist es jetzt an dieser Stelle alles zu machen was einem einfällt und es später zu zensieren.

Und das Wichtigste von allem ist: Einfach anfangen.


So, ich hoffe es hilft ;-).

Schaut doch auch mal bei meinem YouTube Kanal vorbei (https://www.youtube.com/channel/UCOJoP-F_HTZPPZo0lwRhJkQ) oder bei Facebook. Über likes und Abos freue ich mich sehr.

Bis dahin, euer Martin


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